Am 15. Februar 2017 hatte die Redaktion von MCG-Inside die Gelegenheit ein ausführliches Interview mit Frau Reimann-Perez, neue Schulleiterin der MCG, zu führen. Sie beantwortete nicht nur Fragen zur Schule und ihren Plänen, sondern sprach mit uns auch über Paella und Lindy Hop …

Bianka: Sagen sie uns bitte von welcher Schule sie ursprünglich kommen?

Fr. Reimann-Perez: Ich komme als Schulleiterin von der Profilschule aus Ascheberg. Da habe ich sechs Jahre eine Modellschule, die man erst aufbauen musste, geleitet. Wir begannen mit dem 5. Jahrgang und schließlich waren wir im 10. Jahrgang. Das war eine sehr moderne Schule. Davor war ich an einer Hauptschule.

mcg-inside: Woher kommen Sie?

Fr. Reimann-Perez: Ich bin in Bielefeld geboren, bin dort auch zur Schule gegangen und habe das Abitur gemacht, schließlich habe ich in Münster studiert.

Dilara: welche Pläne haben sie für dieses Schule?

Fr. Reimann-Perez: Diese Schule hat tolle Schüler! Ich wurde hier sehr freundlich empfangen und jeden Tag  werde ich mit „Guten Tag“ begrüßt und ganz freundlich mit „Schönen Tag“ auf den Nachhauseweg geschickt. Das finde ich toll.

Dilara: Haben sie schon die Internationale Klasse kennengelernt?

Fr. Reimann-Perez: Nein, noch nicht, aber ich will sie gerne kennenlernen. Ich war bereits in den Jahrgängen 5 bis 8 und habe mich vorgestellt. Im 9. Jahrgang war ich noch nicht, denn die Schüler und Schülerinnen sind ja derzeit noch im Praktikum. Aber wenn sie zurückkehren, dann werde ich sie im Schwimmunterricht begleiten und sie kennenlernen.

mcg-inside: Wie sind sie auf die Mont-Cenis Gesamtschule gekommen?

Frau Reimann-Perez:  Ich hab gute Freunde, die in Datteln wohnen, und mir gesagt haben, dass die Mont-Cenis Gesamtschule einen neuen Schulleiterin oder Schulleiter braucht. Dann habe ich mich hier beworben: Ich habe mit Herrn Müller und Herrn Reinkemeier gesprochen und dann habe ich mich vorgestellt.

Esma: Ich habe jetzt einige private Fragen. Haben Sie Hobbys? Mögen Sie Musik?

Fr. Reimann-Perez: Ich spiele gerne Gitarre. Wir haben bei uns zuhause sehr viel Musik gemacht, denn meine Tochter war Sängerin und mein Hobby ist Tanzen. Schon von klein auf mache ich Ballett,  und zwar „Lindy Hop“. Das ist ein Ballett mit Tanz, also habe ich auch Tanz gemacht.

Esma: Was essen Sie am liebsten?

Fr. Reimann-Perez: Ich esse gerne Paella, denn meine Mann ist  Spanier und er kann das sehr gut.

Josie: Wollten sie schon immer Schulleiterin sein?

Fr. Reimann-Perez: Ich wollte immer schon Schulleiterin und Sportlehrerin werden und nun bin ich ja auch Schwimmlehrerin.

Josie: Was machen sie in ihren Freizeit?

Fr. Reimann-Perez: Ich bin sehr oft in der Schule, aber zuhause habe ich einen Hund, der noch jung ist – ein Welpe, um den ich mich kümmere. Ich lese auch gerne oder mache Sport.

mcg-inside: Wann haben sie Geburtstag?
Frau Reimann-Perez: Ich hab am 21.4 Geburtstag.

mcg-inside: Manche Schüler sind noch nicht richtig im Schulsystem angekommen und deswegen schreiben sie schlechte Noten. Was würden sie dagegen unternehmen?

Fr. Reimann-Perez: Ich würde so etwas ähnliches wie „Schüler helfen Schüler“ dazu in der Schule einbringen. Ich möchte, dass Schüler Verantwortung tragen, sie können beispielsweise als Schulsanitäter oder auch als Sporthelfer arbeiten.

mcg-inside: Gibt es für sie eine bestimmte Schülergruppe, die „gut“ oder „schlecht“ sind?

Fr. Reimann-Perez: Nein natürlich nicht! Aber jeder, der eine gute Leistung bringen möchte, kann es auch. Ich werde niemanden bevorzugen, aber manche brauchen Förderung und andere müssen gefordert werden.

Fr. Reimann-Perez: Und was würdet ihr euch von mir wünschen?

Gianluca: Kaugummis an der Schule – das wäre schön.

Antonia: Ja, das wäre wirklich ein Wunsch.

Fr. Reimann-Perez: Ja. Wisst ihr, warum ich „Kaugummi raus“ sage?“

Bianka: Nein

Frau Reimann-Perez: Das Kauen stört mich ja im Grunde gar nicht, doch viele Schüler machen Blödsinn damit, z. B. kleben sie die Kaugummis unter die Tische und Stühle.

Antonia: Ja, das ist wirklich nicht so toll.

Gianluca: Das was ich jetzt sage, ist wahrscheinlich nicht das Anliegen aller Schüler – aber wir bei MCG Inside und auch noch einige andere Schüler hoffen natürlich auch auf eine gute Zusammenarbeit mit Ihnen. Und hoffen natürlich auch darauf, dass solche Treffen und Besprechungen öfters stattfinden können.

Frau Reimann-Perez: Gute Idee. Dafür ist ja eigentlich auch die SV zuständig oder sollte es. Wer ist denn von euch in der SV drin?

Antonia: Esma, du bist doch in der SV, oder?.

Esma: Ja.

Frau Reimann-Perez: Ich brauche richtig zuverlässige Schüler, die sich für unsere Schule und ihre Klasse einsetzen.

Frau Reimann-Perez: Was wünscht Ihr Euch noch?

Antonija: Dass wir in den Einstundenpausen auch den Schulhof verlassen können.

Frau Reimann-Perez: Was wäre denn der Grund für Euch, diese Erlaubnis zu bekommen?

Esma: Weil wir halt immer hier sind und dann wird es uns in der Einstundenpause langweilig. Wir gehen meistens in die Mensa und einige Leute essen etwas. Doch manchmal gibt es nicht das Gericht, das wir essen wollen. Man kann dann halt nicht zum Kiosk oder zur Pizzeria hier in der Nähe.

Josie: Vor allem ist hier ja auch das Parkgelände, wo man sich auch mit Freunden treffen kann.

Fr. Reimann-Perez: Hier auf der Rückseite.

Antonija: Ja, genau. Das wollte ich auch gerade sagen. Ich mag halt den vielen Trubel nicht. Ich bin ein Mensch, der große Menschenmengen nicht leiden kann und da würde ich mir manchmal schon wünschen, einfach mal vom Schulhof runter zu gehen, z. B. in einen Park, um einfach mal abzuschalten.

Josie: Ich war ja auf dem Haranni-Gymnasium und da ist es so, dass man ab der 7. Klasse mit Erlaubnis der Eltern das Schulgelände verlassen kann. Es gibt ja auch Schüler und Schülerinnen, die hier ganz nah wohnen und die dann halt nach Hause gehen können.

Esma: Ja, manchmal hat man ja auch Hunger und hat vielleicht seinen Geldbeutel vergessen.

Fr. Spieker: Wer ist denn von Euch regelmäßig in der Mensa?

Bianka: Also, wenn ich weiß, dass es etwas Gutes zu essen gibt, was ich auch schon probiert habe und es mir schmeckt, dann esse ich es gerne noch einmal.

Jodie: Ich glaube, die meisten Schüler hätten gerne etwas frisch Gekochtes.

Antonija: Ja, das ist aber problematisch bei einer so großen Schülerzahl. Auf viel kleineren Schulen wäre das möglich, aber hier ist es schwierig.

Bianka: Man könnte es doch zum Beispiel so machen: Einige haben ja eine Freistunde in der 7. Stunde und die könnten, wenn sie sich freiwillig beteiligen möchten, den Mensafrauen mal helfen. Die könnten sich ja dann engagieren.

Frau Reimann-Perez: Beim Mittagessen kann man bestimmt einiges verändern, vermute ich. Was aber gerade auch beim Thema Essen sehr wichtig ist, ist die Hygiene. Denn da gibt es auch Auflagen. Beispielsweise darf nicht jeder an dieses Essen heran. Es müssen alles Personen sein, die vorher eine Belehrung über Nahrungsmittel erhalten haben. Wir bekommen hier angeliefert, oder?

Fr. Spieker: Ja, genau. Das Essen wird von Apetito angeliefert.

Fr. Reimann-Perez: Vermutlich machen das andere Schulen hier in der Umgebung genauso, oder?

Josie: Ja, am Haranni-Gymnasium wird das Essen auch von Apetito geliefert. Dort wurden auch Früchte eingekauft.

Fr. Reimann-Perez: Das würdet Ihr euch aber mal wünschen, dass es auch etwas Frisches gibt.

Bianka: Ich würde mir auch sehr von der Mensa wünschen, dass man nicht nur typisch deutsche Gerichte zubereitet, sondern auch mal etwas Türkisches kocht .

Fr. Reimann-Perez: Ja, oder etwas Spanisches. Ich mag ja auch Paella.

Gian Luca: Von bestimmten Vorlieben für Gerichte einmal abgesehen gibt es auch Leute, die bestimmte Gerichte nicht vertragen. Es gibt ja auch Veganer bzw. Vegetarier. Ich bin auch selbst Vegetarier und kenne auch andere Vegetarier und Veganer an dieser Schule. Und das ist natürlich nicht so schön, wenn man dann ein Essen bestellen möchte und es gibt dann nur ein einziges Essen.

Fr. Reimann-Perez: Und dann gibt es nur ein einziges Essen, in dem dann Fleisch enthalten ist, oder?

Gian Luca: Nein, es gibt immer drei Menüs, zwei mit Fleisch und ein vegetarisches Essen. Das ist dann halt doof, dass man nur eine Wahl beim vegetarischen Essen hat.

Esma: Beim Fleisch könnte man auch eine Auswahl weglassen, weil die meisten Leute hier kein Fleisch essen, wie z. B. die Türken oder die Muslime.

Fr. Reimann-Perez: Was kostet denn ein Mittagessen hier in der Mensa?

Josie: 3 Euro.

Fr. Spieker: Aber man kann auch einen Antrag auf Verbilligung stellen, wenn man Leistungen nach Hartz4 erhält? Wisst ihr das?

Gian Luca: Ich habe noch eine Frage.

Fr. Reimann-Perez: Eine einzige, Okay.

Gian Luca: Und zwar geht’s wieder um die Zusammenarbeit mit den Schülern. Wenn Sie etwas verbreiten wollen oder für etwas werben wollen, sind wir hier von MCG-Inside gerne für Sie da. Wir schreiben gerne Berichte und laden sie auf der Homepage hoch, um diese Ideen hier an der Schule zu verbreiten.

Fr. Reimann-Perez: Oh, das ist super gut. Ja, das Angebot nehme ich auf jeden Fall an. Dann komme ich hierhin mit meinen ganzen Ideen. Das mache ich. Vielen Dank.

mcg-inside: Auf Wiedersehen. Und Danke für das Gespräch.

Fr. Reimann-Perez: Danke. Auf Wiedersehen.

Das Gespräch führten: Steven Buttler, 7.5, Josie Dierks, 7.5, Gianluca Küpper, 7.5, Esma Ögüt, 7.5, Antonija Pichl, 7.5, Bianka Schönborn, 7.4, Angelina Schwartz, 7.5.

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